Der Herold

Der Herold war im Mittelalter ein offizieller Bote eines Lehnsherrn, eine Vorform des Diplomaten.

 

Herolde waren Kenner des einschlägigen Rechts (Anfänge des Kriegs-, Urkunden- und Staatsrechts). Sie genossen diplomatische Immunität und waren an einen eigenen Ehrenkodex gebunden, der das Tragen von Waffen oder das Ausspionieren gegnerischer Stellungen verbot. Herolde trugen als Heroldstracht einen besonderen, mit dem Wappen ihres Dienstherren geschmückten Mantel, den Tappert. Dazu nahmen sie, wie auch die Wappenkönige und Persevanten, einen Amtsnamen an. Gewählt wurde der Name der Region, Namen des Stammsitzes seines Herren.

 

Die Herolde waren u. a. verantwortlich für die Identifizierung der Ritter anhand ihrer Wappen im Turnier bzw. im Krieg. Zu diesem Zweck wurden Wappenrollen und Wappenbücher aufgezeichnet, die die Unterscheidung von Wappen erleichterten. Diese Verzeichnisse waren in einer besonderen Fachsprache abgefasst, die eine eindeutige Beschreibung, das Blasonieren (von französisch blason ‚Wappen‘), erleichterte. Der Gehilfe und die Vorstufe zum Herold ist der Unterherold, Persevant oder Persefant (von poursuivant‚ der (dem Herold) Nachfolgende (Wappenfolger), Amtsanwärter)

 

Aus der Stilistik der Wappen ging die Heraldik hervor; die Führung der Wappenregister übernahmen staatliche Heroldsämter.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Herold

 

 

Der Herold ωγκø

 

(Eine Zusammenfassung des Weltenwanderers, aufgezeichnet im Geiste vergangener Tage, erzählt von ωγκø, dem Herold)

 

Einleitende Worte des Erzählers.

Setzt euch näher ans Feuer, ihr Freunde des alten Brauchtums, und lauscht den Worten eines Mannes,
der mehr Wege ging, als ihm selbst bewusst war.

 

Was ihr hier lest, ist nicht bloss Erinnerung, es ist gelebtes Mittelalter, getragen von Herzblut,
Staub und dem Klang von Hörnern auf den Turnierfeldern.

  

Dies ist die Geschichte eines Mannes, der auszog, um zu erzählen und selbst Teil einer Erzählung wurde.

 

Der Weg des Herolds

Damals um das Jahr 1278, so beginnt die Legende, zog ein junger  Wandersmann durch das helvetische Reich.
Von Dorf zu Dorf, von Markt zuMarkt, von Burg zu Burg. Er berichtete dem Volk, was jenseits der Hügelgeschah,
kündete Neuigkeiten an und verlieh Schaustellern mit Wortenjene Magie, die Bilder im Geist entstehen liess.

 

Aus dem Wandersmann wurde ein Marktschreier

Aus dem Marktschreier wurde ein Herold.

Aus dem Herold wurde ein Hüter der Chronik.

 

Seine Wege führten ihn zu Turnieren, wo Banner im Wind wehten und Ritterihre Ehre suchten.
Dort traf er auf die Grafschaft zu Hirschthal, eine Gemeinschaft Gleichgesinnter, die das Hochmittelalter
nicht nur darstellen, sondern erleben wollten.

 

Was als Begegnung begann, wurde zur Berufung.

Der Wanderer wurde verpflichtet, nicht mit Ketten, sondern mit Vertrauen.

 

Fortan kündete er von den Bogenschützen und Recken der Grafschaft,
priesihre Taten mit Wortwitz und hielt in seinen Chroniken fest, was auf den Turnierfeldern errungen wurde.

 

Sein Ruf eilte bis ins Heilige Römische Reich, wo er eine Zeit lang am böhmischen Königshof als Herold diente.
Dort richtete er über grosse Turniere, besiegelte wichtige Verträge und hörte Geschichten, die lieber im Verborgenen geblieben wären.

 

Nun, nach all den Jahren ist er alt und ausgedient.
Als Weltenwanderer trifft man ihn hier und dort auf staubigen Wegen.

Wer Glück hat, hört Anekdoten aus seiner Chronik und vielleicht die eine oder andere verborgene Saga.

 

Zwischen Geschichte und Gegenwart

Hinter der Figur des Herolds steht ein Mensch aus Fleisch und Blut,einer, den das Hochmittelalter seit Jugendtagen faszinierte.
Nicht nur Rittertum und Turniere, sondern auch Mythen, Sagen und das einfache Leben jener Zeit prägen sein Wirken.

 

Über die Jahre entstanden enge Verbindungen zu Veranstaltern in der Schweiz und im nahen Ausland. Märkte, Turniere, Lagerleben, überall

erklingt seine Stimme. Noch heute kann man in hören, wenn man seine Lauscher am richtigen Ort hat.

 

Denn was ist ein Herold ohne Geschichte?

Und was ist eine Geschichte ohne Zuhörer?

 

Was ist „Die Chronik des Herold“?

Diese Chronik ist mehr als eine Figur.

Sie ist ein lebendiges Projekt zwischen Historie und Sage.

 

Hier verschmelzen:

• erlebte Ereignisse

• literarische Anekdoten

• historische Inspiration

• persönliche Leidenschaft

 

Ob als Lagerfeuer Erzählung, Chronikeintrag oder humorvolle Begebenheit, jede einzelne Geschichte trägt den Staub der Wege und den Klang

vergangener Jahrhunderte in sich.

  

Schlusswort des Erzählers 

Nicht alles, was berichtet wird, ist wahr.

Doch manches ist wahr, weil es berichtet wird.

 

So bewahre ich, ωγκø, Herold auf staubigen Wegen, diese Worte auf Papiervor dem Vergessen.
Mögen sie weitererzählt werden, in Hallen aus Stein,unter Zelten im Abendwind oder im stillen Licht eurer Bildschirme.

 

Wer mehr lesen will über meine Chroniken, Anekdoten und neuen Erzählungen von alten Zeiten, der folge den weiteren Schriften auf:

 

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Denn solange erzählt wird, ist nichts je ganz vergangen.

 

Es Grüsst Freundlich

Roland "ωγκø" Wyler